Zu krank für Kinder?

,, Sie sollten sich wirklich ganz genau überlegen, ob Sie mit den ganzen psychischen Erkrankungen, die Sie haben, wirklich Kinder in die Welt setzen wollen.“

Genau diesen Satz hat eine Therapeutin vor einiger Zeit zu mir gesagt und mit dieser Aussage möchte ich hiesigen Beitrag einleiten.

Ich wünsche mir vom ganzen Herzen Kinder. Für mich gibt es nichts schöneres und sinnvolleres, als eigenes Leben in diese Welt zu setzen und groß zu ziehen. Der Gedanke meinen eigenen Kindern beim Aufwachsen zusehen zu können, Teil ihres Lebens zu sein und ihnen immer beiseite zu stehen, erfüllt mich mit einer unfassbaren Freude, Zufriedenheit und Wärme.

Dennoch kann ich den Satz der Therapeutin nicht vergessen. Ich verstehe genau, was sie mir damit sagen wollte und ich habe tatsächlich auch dieselben Gedanken und Zweifel. Ist es wirklich eine gute Idee mit dem bunten Strauß an Erkrankungen, die ich habe, Kinder zu bekommen? Oder ist das reiner Egoismus? Kann ich wirklich die Mutter sein, die ich mir für meine Kinder wünsche?

Ich finde es wichtig, mir diese Fragen zu stellen und dennoch glaube ich, dass ich eine gute Mutter sein kann.

Ich möchte eine Mutter sein, die ihre Kinder bedingungslos liebt, sie beschützt und bestmöglich auf das Leben vorbereitet. Ich möchte immer für sie da sein und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Meine Kinder sollen wissen, was es heißt, geliebt, umsorgt, beschützt und aufgefangen zu werden. Ich möchte alles dafür tun, dass meine Kinder einmal selbstständige, unabhängige, fröhliche und ehrliche Menschen werden. Menschen, die sich selbst akzeptieren und vertrauen, die um ihre eigenen Stärken und Schwächen wissen, um das kämpfen, wofür sie brennen und ihre Ziele nie aus den Augen verlieren. Menschen, die anderen mit Respekt und Wohlwollen begegnen, empathisch und verständnisvoll sind und die Gerechtigkeit nicht vergessen. Sie sollen Fehler und ihre eigenen Erfahrungen machen und daran wachsen.

Am wichtigsten aber ist, dass sie gesund und glücklich sind und sich gerne an ihre Kindheit zurück erinnern.

Ich glaube, dass dies schon für Menschen ohne psychische Erkrankungen eine wahnsinnige Herausforderung ist. Mutter sein ist nicht einfach. Mutter sein geht auch nicht ohne Fehler.

Aber wie funktioniert Mutter sein mit depressiven Phasen? Mit Panikattacken und Ängsten? Mit Albträumen?

Ich bin davon überzeugt, dass diese Faktoren sicherlich nicht dazu beitragen, dass es einfacher wird, aber ich weiß, dass ich fähig bin von ganzen Herzen zu lieben. Ich weiß, dass ich meine eigenen Bedürfnisse und Sorgen zum Wohle meines Kindes zurückstellen kann und ich weiß auf welche Dinge es im Leben ankommt und wie ich sie meinem Kind vermittle.

Ich denke nicht, dass es egoistisch von mir ist, in ein paar Jahren Kinder zu bekommen. Denn es geht doch um den Gedanken, um die Intention und das Gefühl, warum man Kinder bekommen möchte. Sie sollen nicht Mittel zum Zweck sein, damit es mir vielleicht besser geht oder irgendwelche Lücken in meinem Leben füllen.

Und wer sagt, dass sich meine Erkrankungen und Erfahrungen unbedingt negativ auswirken müssen? Es gibt auch Stärken, die ich dadurch entwickelt habe, wie Empathie, Sensibilität, Verständnis, Geduld, Vorsicht und Toleranz.

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille.

Mich würde eure Meinung dazu brennend interessieren.

Danke.

Eure Silvana

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66 Gedanken zu “Zu krank für Kinder?

  1. dergrafvonborg schreibt:

    Sehr schwieriges Thema. Besonders auch, weil wir erst jetzt ganz langsam immer bessere Einblicke erhalten, wie stark Kinder schon in den ersten Tagen und Wochen geprägt werden und was alles unter die Aspekte fällt, die man an seine Kinder vererben kann. Das geht weit über den reinen Bauplan hinaus…

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  2. skiwi66 schreibt:

    Ich habe Depressionen.
    Habe ich aber erst vor 15 Jahren bekommen. Ich hatte da schon meine beiden Kinder und ich kann sagen meine Kinder sind super geworden.
    Es gibt Mütter die sind nicht psychisch erkrankt. Und die sind keine guten Mütter.

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  3. nilibine70 schreibt:

    Ich denke zunächst, dass man das nicht verallgemeinern kann und darf!
    Und der zweite Gedanke ist, dass es Menschen gibt, die sich aus anderen Gründen viel viel eher Gedanken machen sollten, ob sie Kinder in diese Welt setzen sollten!
    Mit Sicherheit ist es kein einfaches Unterfangen, wie Du es nennst, mit einem bunten Strauß Erkrankungen sich schon beschäftigen zu müssen und dann Kinder zu bekommen. Aber wer kann vorhersagen, ob das nicht gar von Vorteil für Dich wäre? Wer weiß, wie es für Dich dann wäre, Mutter zu sein?

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  4. Uroviel schreibt:

    ich finde es schon wichtig, eine gewisse Basis an Zufriedenheit und Glückseligkeit zu haben, welches man mit den Kindern teilen kann. Die Kinder saugen besonders in den ersten Jahren sehr viel Energie auf und Sie spüren ganz genau, wenn es den Eltern schlecht geht. Stell dir doch die Frage, bin ich wirklich glücklich und möchte ich mein Glück mit einem kleinen Wesen teilen? Glückseligkeit, Zufriedenheit und Liebe, dass ist das wichtigste für ein Kind, besonders in seinem direkten Umfeld.

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    • voninnennachaussenblog schreibt:

      Toller Gedanke! Vielen Dank😊 Ich kann sagen,dass ich nicht nur aus meinen Krankheiten bestehe und in mir und meinem Alltag auch Zufriedenheit,Liebe und Glück herrscht. Aber nicht immer und konstant. Ich habe noch einiges vor mir und möchte das zunächst erreichen,bis ich wirklich Kinder bekommen möchte😊

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      • Uroviel schreibt:

        Viel Glück dabei und lass dir nichts einreden. Es gibt immer das auf und ab im Leben. Es ist wie ein Pendel das hin und her schwingt. Du kannst jedoch sehr viel mit deiner Gedankenskraft machen, wenn du wirklich willst. Auch die Natur hilft dir dabei, dich, die Liebe, wiederzufinden, damit das Pendel wieder auf die andere Seite ausschlägt. In Liebe Uroviel

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  5. paeoniaweb schreibt:

    Liebe Silvana, ganz mutig und ganz offen trittst Du mit Deinem Gedanken an uns, die Öffentlichkeit heran. Danke für das Vertrauen, das Du uns somit auch entgegenbringst.
    Entscheidungen, Wertungen darüber können und sollten wir, meiner Meinung nach, allerdings nicht machen, denn das sind genau die Antworten und Gedanken, die für Deinen Lebensweg entscheidend sind. Absolut toll finde ich, wie gewissenhaft und respektvoll Du damit aber umgehst und ein bunter Strauß voll Diagnosen sind lediglich aus der schulmedizinischenLehre und Sicht heraus getroffene Beschreibungen, wobei Du Dir hier die Antwort schon selbst gegeben hast. Du bist daraus gewachsen und hast daher schon weit mehr ‚Lebenserfahrung‘ als manch anderer, welcher nicht diagnostiziert wäre…Sei lieb gegrüßt.

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  6. trienchen2607 schreibt:

    Liebe Silvana,
    so wie du von Kindern sprichst und was du dir für sie wünscht, klingt einfach wunderbar und vor allem liebevoll. Ich finde es toll, dass du dir diese Fragen stellst und solche Gedanken machst. Ich glaube, es sollten sich viel mehr Leute darüber Gedanken machen, warum sie überhaupt Kinder wollen und ob sie ihnen gerecht werden können.
    Ich kann deine Zweifel so gut verstehen, denn ich habe sie auch. Ich habe sie vielleicht sogar schlimmer, denn ich lasse den Gedanken, selbst Kinder haben zu können erst gar nicht zu. Ich selbst bin unter einer depressiven Mutter aufgewachsen und mache ihr bis heute Vorwürfe. (Auch wenn es mittlerweile nachvollziehen kann, aber das kleine Kind in mir ist noch immer verletzt.) Der große Unterschied ist, dass meine Mutter selbst noch nicht so weit war, um ihre Krankheit zu erkennen und mit ihr umgehen zu können. Und deswegen sage ich dir jetzt, was meine Therapeutin mir zu diesem Thema gesagt hat: Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt, wir wissen, was unsere Schwachpunkte und Schwierigkeiten sind und können entsprechend vorsorgen. Wenn du einen schlechten Tag hast, kann vielleicht Oma, Opa, Tante,… einspringen und was schönes unternehmen. Außerdem machen alle Eltern Fehler! Aber wir sind für bestimmte Sachen schon von Grund auf sensibler, weil es uns eben bewusst ist! (Und im Unterschied zu meiner Mutter tun wir etwas dafür, damit es uns besser geht.)
    Alles Liebe
    Katrin

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  7. agnes p. schreibt:

    Liebe Silvana,
    allein Deine Frage zu lesen, hat mich ziemlich getriggert und mir zittern noch die Hände.
    Ich für meinen Teil würde mich wohl gerade zu den gescheiterten depressiven Müttern zählen. Vom Vater der Kinder seit vier Jahren getrennt lebend und nun endlich in Scheidung, habe ich gerade keinerlei Anteil an der Begleitung und Erziehung unserer Kinder, sehe die beiden gerade nur alle zwei Wochen für drei Stunden. Zeit und Erlebnisse, die mir verloren gehen und die ich nie werde nachholen können.
    Natürlich bereue ich nicht, dass es meine Kinder gibt, ganz im Gegenteil! Aber ich kann jungen Menschen mit psychischer Krankheit, die über das Kinderkriegen nachdenken, aus meiner Perspektive nicht wirklich unumschränkt Mut zusprechen. Auch unter dem Aspekt, dass psychische Erkrankung genetisch vererbt wie auch über Verhaltensweisen weitergegeben werden. Mutter und Vater müssen auch mit Problemen, Schreiattacken oder eigenen psychischen Auffälligkeiten ihrer Kinder umgehen können, ohne sich von deren Zustand „anstecken“ zu lassen.
    Natürlich ist jeder Mensch anders und Du bist sehr reflektiert und es spricht auch einiges dafür, dass Du eine gute Mutter werden könntest.
    Über meine persönlichen Erfahrungen kann ich hier nicht detailliert schreiben – aus Schutz der Kinder, weil hinter meinem Pseudonym sehr leicht meine „wahre Identität“ zu erraten ist. Wenn Du magst, schreibe ich über meine persönlichen Erfahrungen später mal ausführlicher und schicke Dir den Text zu, allerdings schmerzt mich das Thema so, dass ich das momentan einfach nicht schaffe.
    Ich finde es toll, was für Gedanken Du Dir machst.
    Liebe Grüße
    Agnes

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    • voninnennachaussenblog schreibt:

      Agnes zunächst vielen Dank für deine Offenheit. Es tut mir unfassbar leid für dich,was du nun durchmachen musst. Dass du gescheitert bist,glaube ich dennoch nicht. Ich bin überzeugt,dass du deine Kinder liebst und das dir möglichste tust und das ist richtig! Manchmal geht einfach nicht mehr. Ich glaube,dass deine Kinder das richtig einschätzen können😊

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  8. Wurzellos schreibt:

    Hallo,
    Ich finde gut, dass du dir über dieses Thema Gedanken machst, und das öffentlich.
    Als ich vor knapp 20 Jahren erfuhr, das ich ein kleines Mädchen erwarte, war ich 21,und hatte mein Leben absolut nicht im Griff. Depressionen, selbst-Verletzungen bestimmten mich. Aber die Nachricht, ein Mädchen zu bekommen ließ mich schlagartig mit einem Dauergrinsen durch die Welt laufen. Dann kam sie zur Welt und ich war so glücklich wie nie zuvor in meinem Leben. Das wendete sich, die Depressionen kamen zurück, Krankenhaus Aufenthalte führten zu zeitweiligen Trennungen zwischen mir und meinem Kind. Sie war bei Oma gut aufgehoben, dennoch habe ich das Gefühl etwas verpasst zu haben. Mit Antidepressiva sieht man manchmal nicht die schönsten Dinge. Und man darf nicht vergessen, das Kinder psychisch kranker Mütter leiden. Da sie alles mitbekommen. Heute ist mein Tochter beinahe 20,ich bin stolz auf sie. Wir wohnen noch immer zusammen und sie geht ihren Weg, und wir lieben uns. Sie bekommt all die Liebe die ich nie bekam und sie ist der erste Mensch, der sich dessen Liebe ich mir gewiss sein kann.
    Herzlichst Tara

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  9. rosabluete schreibt:

    Interessantes Thema. Hab ich auch schon paar mal drüber nachgedacht. Wobei ich noch keinen konkreten Wunsch habe. Aber dennoch nicht abgeneigt von dem Gedanken bin. Ich habe auch Angst davor keine gute Mama sein zu können. Und vorallem diese postnatale Depression, ich denke wenn man eh schon „vorerkrankt “ ist könnte das einen sicher schlimm treffen. Dann habe ich Angst davor, zu schnell zu überfordert zu sein, Angst einen Panikschub zu bekommen und nicht mit meinem Kind das machen zu können, was eine Mama mit einem Kind alles machen sollte. Dann habe ich Angst davor mein Kind zu übermuttern, da ich dazu neige mir viel Sorgen zu machen und über alles „die Kontrolle“ haben möchte. Andernfalls sagt meine Mama immer, wenn man ein Kind hat, entwickelt man eine Stärke, die man vorher nicht mal ahnte zu haben. Man weiß es nie… dennoch sollte man nicht bedenklos ein Kind in die Welt setzen und denken alles erledigt sich dann von selbst. Man sollte sich bewusst darüber sein, was alles auf einen zukommt. Über alle Höhen und Tiefen, die schlaflosen Nächte etc…Ich wünsch dir alles Gute ❤

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  10. ...der Berliner schreibt:

    Hallo Silvana,
    ich finde es sehr positiv, wie Du dieses Thema behandelst. Deine Therapeutin hat ihre Bedenken in Bezug auf Dein Krankheitsbild. Ich hingegen habe den Eindruck, dass Du es absolut schaffen kannst und Deinem Kind eine liebevolle und aufopfernde Mama sein kannst. Es gibt Mütter, die nicht Deine gesundheitlichen Probleme haben und trotzdem überfordert sind. Wer kann in die Zukunft sehen und von sich sagen, dass er sich so oder so verhalten wird.
    Dazu ist auch der richtiger Partner wichtig, sodaß beide sich die Arbeit und Verantwortung teilen. Mir tut es in der Seele weh, wenn ich Paare sehe, die auseinander gehen, weil es mit der Chemie nicht mehr stimmt und wo die Kinder dann auf der Strecke bleiben. Noch schlimmer, wenn sie zum Zankapfel benutzt und zwischen den Eltern aufgerieben werden.
    Ich bin nicht davon überzeugt, dass Du „bedenkenlos ein Kind in die Welt setzt“ , sonst wären Deine Gedanken und Sorgen, das Richtige zu tun, nicht so real.
    Ich wünsche Dir von Herzen viel Glück, Mut und Ausdauer bei allem was Du vor hast!
    G. l. G. Jochen

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  11. voninnennachaussenblog schreibt:

    Ich füge nun einen Text ein, den mir ein Mann geschrieben hat, der gerne anonym bleiben möchte. Ihm gilt meine Hochachtung und mein voller Respekt. Er hat unglaublich viel Mut bewiesen. Ich wünsche dir und dem Kind das Allerbeste und viel Kraft!!!

    Hallo,
    eines noch kurz vorweg: Da ich nun einige Dinge erzählen werde die recht privat sind hoffe ich du hast Verständnis dafür, dass ich das anonym mache.

    Ich selbst bin ein Mensch, der viele Jahre mit der Partnerin zusammengelebt hat und zusehen konnte, wie sie zunehmend unter psychischen Problemen litt. Ich hab versucht einiges davon aufzufangen, was mir als Laien allerdings unmöglich war.

    Wir sprechen hier an dieser Stelle von Depressionen, Selbstverletztendem Verhalten, Problemen im sozialen Leben. Unfähigkeiten alleine vor die Tür zu gehe, sogar selbstständig alleine irgendwo anzurufen. Alles hatte sich so ganz langsam nach und nach entwickelt.
    Auffangen konnte ich das nur bedingt. Und nur bis zu dem Zeitpunkt als ich noch dort gewohnt habe.

    Nach meinem Auszug entwickelte sie eine leichte Verbesserung und sie schien auf einem guten Weg zu sein ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Dann kam die nächste Sinnkrise, ein neuer Partner der ihr nicht gut tat und das Ganze ging völlig in die Scheiße.

    Ende vom Lied war dann, dass sie es nicht mehr geschafft hat wichtige Termine wahrzunehmen. Z.B. bei Elternsprechtagen, Vorsorgeuntersuchungen und anderen wichtigen Dingen. Mittlerweile lebt das Kind bei mir und es liegt noch viel Arbeit vor uns das Geschehene aufzuarbeiten.

    Verstehe mich nicht falsch, ich möchte dir deinen Kinderwunsch nicht ausreden, nur möchte ich auch ganz klar sagen: Es kann sein, dass es bergab gehen kann in dem Moment in dem dein Kind dich am Dringensten braucht.
    Was ist dann dein Plan?
    Ist es ein verlässlicher Plan?

    Natürlich leben Kinder in einem sozialen Umfeld. Meist zumindest. Ist dieses Umfeld stark genug sowohl dein Kind als auch dich aufzufangen? Verträgt diese Beziehung auch mal das eine oder andere böse Word ohne zu zersplittern?

    Es ist deine Entscheidung und fürs Kinderkriegen gibt es nie „den richtigen Zeitpunkt“. Allerdings kann man mal schauen wann es besser passt und wann ein Zeitpunkt ist noch Dinge vorzubereiten.

    Egal für welchen Weg du dich entscheiden wirst, ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute.

    Mit besten Grüßen,
    Ein stiller Mitleser

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  12. myyzilla schreibt:

    Hallo Silvana,
    wenn sich mal alle so viele Gedanken machen würden wie Du … 😉
    Ich kann nur sagen, wenn ich früher gewusst hätte, wie krank ich bin, wäre mein Sohn heute sicher nicht auf der Welt, weil ich mir vor lauter Angst, keine perfekte Mutter sein zu können, diesen Wunsch niemals erlaubt hätte.
    Aber wäre das richtig gewesen?
    Das kann eigentlich nur er selbst sagen, später, wenn er zurückblickt.
    Da er momentan ein fröhliches, lebenshungriges ganz normales 7-jähriges Kind ist, stehen die Chancen recht gut, würd‘ ich sagen.
    ABER: Alleine hätte ich das niemals geschafft und würde es auch nicht schaffen. Und Fakt ist: Ohne die Verantwortung und den Druck, den ich als Mutter habe, käme ich mit meinen Krankheiten besser klar. Is‘ so. Muss man einfach zugeben. Aber, ob ich ohne meinen Sohn heute glücklicher wäre?
    Denke nicht. Vielleicht würde ich nicht mal mehr leben … ? Wer weiß das alles schon so genau?
    Mein Rat:
    Wenn Du den passenden Partner (bitte seeeehr genau prüfen! ;-)) und zumindest ein kleines funktionierendes Netzwerk vor allem in den ersten Jahren hast, kann das Leben für Dich und Dein Kind schön sein.
    Depressionen und Ängste zu haben, ist nur eine Katastrophe, wenn Du alleine damit bist und nicht damit umgehen kannst.
    Wenn Du Dir allerdings vorstellst, die Liebe eines Kindes könnte irgendwie „heilsam“ für Dich sein: Vergiss das.
    Die Verantwortung, die Du dem Kind damit (unbewusst) überträgst ist zu groß. Und es wird Dich zwangsläufig enttäuschen … Kinder fordern Dich. Rücksichtslos. Die kleinen besonders. Denen ist das scheißegal wie’s Dir geht. Nicht, weil sie böse sind, weil es ihr Recht auf ein behütetes und umsorgtes Leben ist.
    Aber ich sehe es nicht so, dass Du alles selbst für sie tun musst. Viele der kindlichen Bedürfnisse (Essen, Schlafen, Sauber sein) kann man gut delegieren. (Hätt‘ ich mal machen sollen… :-/)
    Wenn Du für’s Liebhaben, Geborgenheit schenken und Nähe genug Kapazitäten hast, sehe ich da keine größeren Probleme als bei „gesunden“ Leuten.
    Ganz wichtig finde ich, dass Du Dir über Deine Motive (=Bedürfnisse) bzgl. der Kinderfrage vollkommen im Klaren bist. Die Motive und Bedürfnisse Deines Partners und Eure Beziehung solltet Ihr ebenfalls genau unter die Lupe nehmen. Bei grundsätzlichen GO für die Rahmenbedingungen (Hilfe durch Verwandte, Finanzielles, eigene therapeutische Begleitung usw.):
    Viel Spaß beim „Üben“ 😉

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  13. Reiner schreibt:

    Ein auch für mich sehr bewegendes Thema.
    Die Zeit erlaubt mir nicht, das auszuführen, nur soviel: Selbst war ich einige Jahre mit einer Psychotikerin liiert, eine Art Beziehung, die mit an dem Umstand scheiterte, das ich ein bereits großes Kind habe und keine weiteren zeugen kann. Sie ist nach unserer Zeit mit 42 noch Mutter geworden, die Trennung vom Erzeuger folgte unmittelbar nach der Geburt. Es war ihr Herzenswunsch und ich glaube, dass sie eine liebevolle Mutter ist.
    Solange das Kind klein ist.
    Massive Probleme bringen solche Konstellationen oft mit erreichen der Pubertät – für alle Beteiligten. Auch hat das Leben seine eigenen Herausforderungen, auf die unsere Kinder so gut es geht, vorbereitet werden möchten (wobei niemand alles richtig macht) Es ist schwierig, das in kurze Worte zu fassen …
    Leben Gruß !

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  14. sixty2seven schreibt:

    Ich weiß nicht was du hast, aber eins muß ich dir sagen meine Liebe! Wenn du weißt, das du deine Kinder krank machen könntest, dann wird es nciht sehr schön sein, zuzusehen, wie krank dein Kind sein wird! ich habe 4 Kinder und alle lkerngesund, dennoch leide ich mit jeder Ungerechtigkeit und jedem Stein der sich ihnen in den WEg stellt/legt. Wenn meine Kinder krank wären, würde ich sterben vor Sorge und Zweifel! Aber dabei bin nicht ma ich wichtig, sondern allein meine Kinder! Denk nach! Ich fände es egoistisch trotz besseren Wissens anderen Lebewesen so etwas anzutun! Du hast noch kein Kind u nd weißt nciht wie Eltern leiden, wenn sie Kinder leiden sehen…….und DAS wirst du nie wieder gut machen können!

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    • voninnennachaussenblog schreibt:

      Ich leide unter einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung und anderen psychischen Erkrankungen. Es ist umstritten,inwieweit diese vererbar sind. Ich bin krank geworden,durch die Dinge die mir angetan wurden. Somit kann ich deine Einstellung nicht teilen. Dass meine Kinder also durch mich krank werden,ist eher unwahrscheinlich. Ich kann verstehen,dass man leidet,wenn es seinem Kind schlecht geht. Aber du unterstellst mir ich würde meine Kinder vorsätzlich krank machen.Das finde ich nicht richtig. Bitte informiere dich besser,bevor du solche Aussagen einem Menschen gegenüber tätigst,den du nicht kennst.

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  15. sixty2seven schreibt:

    Gut, dann hast du also nix vererbbares, aber trotzdem mußt du bedenken, das Kinder stabile Personen brauchen, da sie sich an denen orientieren müssen, um Selbstvertrauen und Selbstbewußt sein zu erlangen.
    Du bist als Eltern ein Vorbild für dein Kind, wenn du Gemütsprobleme hast, dann bedenke, an welche deiner Erscheinungen kann sich dein Kind orientieren?
    Wenn du jetzt so bist und später anders , wirst du beim Kind Zweifel erzeugen, da es keine sichere haltbare Einschätzung seiner Bezugsperson gegenüber entwicklen kann.
    Naja, sorry, will dich nicht beleidigen oder so. Hier spricht nur eine erfahrene Mutter!

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    • voninnennachaussenblog schreibt:

      Natürlich habe ich durch meine Erkrankungen meine Schwächen. Aber auch meine Stärken. Bist du unfehlbar und reagierst immer richtig? Ich denke wenn jede Frau sich eher an ihren Schwächen statt an ihren Stärken messen würde,gäbe es nicht mehr viele Kinder auf der Welt.

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  16. sixty2seven schreibt:

    Dinge die dir angetan wurde: Ich würde an deiner Stelle diese Dinge erst aufarbeiten, bis du damit fertig und ein befriedeter Mensch bist. Eine stabile Persönlichkeit.
    Kinder brauchen Halt und Orientierung, einen Fels in der Brandung wenn du so willst, Bist du das?

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  17. sixty2seven schreibt:

    Wieso machst du dir dann Gedanken über ein eigenes Kind?
    Hier spricht eine erfahrene Mutter die alles für die Kids gibt und gegeben hat und es war schon als „Gesunde“ schwer genug der Fels in der Brandung zu sein.
    Naja, Ist meine Meinung, hoffe dir geholfen zu haben, suche keinen Streit! Ich hasse Streit. Beenke einfach was dir eine (von vielen) Mutter gesagt hat.

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  18. Mission Mom schreibt:

    Hallo Silvana erst einmal ein grosses Lob der Beitrag ist toll. Und eigentlich möchte ich dir Mut machen, denn jede 5-10 Frau bekommt eine Wochenbettdepression. D.h auch ohne Vorerkrankungen und dann gibt es auch eine Mutter die depressiv ist!! Ja deine Kinder werden von Anfang an geprägt aber die Kraft die Du nicht hast muss dein Partner einfach aufbringen. Ich spreche aus Erfahrung ich hatte beim 2.Kind eine Wochenbettdepression (siehe Blog 🙂 ) und da habe ich mich echt schuldig gefühlt. Meine Therapeutin hat mir darauf hin gesagt das mein Mann ja auch noch da ist und er das Ganze ausgeglichen hat. Ich denke man müsste einfach alles gut vorbereiten. Wenn es dann so wäre das du sicher genug Unterstützung hast. Und die Therapeutin würde ich auch noch wechseln. Finde die Aussage echt doof LG Emily

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  19. myyzilla schreibt:

    @Sixty2seven:
    „…, aber eins muss ich dir sagen meine Liebe …“
    „Ich würde an deiner Stelle… “
    „Du musst aber …“
    „Bedenke, was ich dir gesagt habe …“
    Eine Ansammlung von „Lieblingssätzen“ … Sie werden gerne von Leuten benutzt, die nicht wissen und auch kein echtes Interesse daran haben zu erfahren, was es bedeutet, an eines anderen Stelle zu sein.
    Und: Ob eine erfahrene Mutter auch eine gute Mutter war, wird man einzig und allein von den erwachsenen Kindern erfahren können, niemals von uns Müttern selbst.
    Meine Mutter geht heute noch davon aus, aufopferungsvoll und einfach super gewesen zu sein … 😉 (sie benutzt übrigens gerne genau die gleichen Sätze … )
    Wahrscheinlich merkst Du es noch nicht mal, aber Deine Äußerungen sind sehr verletzend. Sie erwecken den Eindruck, dass Du Dich als etwas Besseres (eine bessere, weil „psychisch gesunde Mutter“) darstellen willst.
    Du magst zwar im medizinischen Sinne psychisch gesund sein, aber hälst Du es für sinnvoll, Kindern beizubringen, sich zu etwas zu äußern, von dem sie keine Ahnung haben? Eltern (nicht nur Mütter) sollten nicht nur Fels in der Brandung sein, sondern auch mit gutem Beispiel voran gehen, oder?
    Wie Du selber schreibst, weißt Du nicht, was die von Silvana beschriebenen Erkrankungen genau bedeuten und gibst trotzdem einen „gut gemeinten Rat“ nach dem anderen. Bist Du damit ein gutes Beispiel für Heranwachsende?
    Ist es das, was Deine Kinder von Dir lernen?
    Ich fänd es sinnvoller, ihnen etwas über Respekt, Toleranz, Mitgefühl und Liebe beizubringen, aber ich bin ja auch psychisch krank … 😉
    @Silvana: Ärgere Dich nicht zu sehr. Es ist nicht nötig, Dich zu rechtfertigen. … denn sie wissen nicht, was sie tun.

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  20. echtmaljetzt schreibt:

    Ich habe nicht alle Kommentare gelesen und hoffe, dass ich nichts wiederhole: Du weißt, dass Du krank bist – das ist wahrscheinlich schon mehr als viele (überforderte) Müller sich eingestehen. Du lässt Dir bei Deiner Krankheit helfen – Du bist dadurch in der Situation, nicht auf „gut gemeinte“ Erziehungsratschläge aus dem Freundeskreis angewiesen zu sein. Nach meiner Meinung sollte sich jede/r gut überlegen, ob er/sie Kinder in die Welt setzten will. Du machst Dir schon mehr Gedanken als viele andere.

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  21. liebedeinlebenblog schreibt:

    Liebe Silvana,
    ich finde es toll, wie offen Du über dieses Thema sprichst! Psychische Erkrankung sind ja doch noch öfter als erwartet ein Tabu-Thema.Ich stelle mir diese Entscheidung nicht leicht vor, und finde es mutig, dass du dir diese Frage so ehrlich und selbstkritisch stellst. Die richtige Antwort darauf gibt es vermutlich nicht. Ich wünsche dir alles erdenklich gute auf deinem Weg!
    Deine Laura

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  22. ChaosMama schreibt:

    Es ist jetzt schon etwas her, aber auch ich möchte auf deinen Beitrag antworten. Durch Schwangerschaft und Geburt spielen die Hormone verrückt und viele Frauen leiden in Form von Depressionen darunter. Dazu kommt Schlafentzug, Stress und meist Probleme mit dem Partner. Es ist eine gewaltige Lebensumstellung und eine große Herausforderung für jede Familie. Da du schon „vorbelastet“ bist, könnte es für dich noch schwieriger werden, allerdings klingst du so, als ob du dir dessen Bewusst und dazu bereit bist. Keiner kann sagen, wie du damit umgehen wirst oder deine Erkrankungen sich da bemerkbar machen wird. Du bist dir der Risiken bewusst. Es gibt so viele schrecklichen Mütter, du gehörst nicht zu der Kategorie. Hör dir an, was Therapeuten und Ärzte sagen, nehmen es dir zu Herzen und geh deinen eigenen Weg!

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  23. Süssfroschclub Familienblog Augsburg schreibt:

    Kein Mensch ist perfekt und ich finde es schön, das du deine andere Seite, deine „erkrankte Seite“ akzeptierst und wahr nimmst. Es gibt keine Mutter die perfekt ist. Viele sind nicht krank und wollen bewusst ihren Kindern nicht ihr volles Herz schenken und ihre pure Aufmerksamkeit, weil sie sich dafür nicht interessieren. Du denkst nach, willst das richtige tun und handelst überlegt. Ich finde das ist ein großer Schritt und sehr mütterlicher Gedanke! Liebe Grüße

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  24. voltaire162536 schreibt:

    Betreue vorher mal Kinder verschiedener Altersstufen…möglichst auch mehrere Tage lang…mit Übernachten bei dir. Oder vielleicht arbeitest du ja auch schon in einem Kindergarten o.ä. Ich würde dir auf keinen Fall empfehlen vor dem 4. Geburtstag von dem ersten Kind wieder schwanger zu werden…Ich denke, so wie du schreibst, ist eh schon klar, dass du stark das Bedürfnis hast ein Kind zu haben…wenn du es hast wirst du sehen, wie es bei dir geht. Wenn du aber wirklich schwer erkrankt bist, dann wirst du in Krankheitsphasen eben nicht deine Bedürfnisse hinter die Bedürfnisse deines Kindes stellen können. Deshalb wäre es in meinen Augen nur möglich, wenn du einen zuverlässigen Partner und die Großeltern in unmittelbarer Nähe hättest. Viele psychisch Erkrankte werden aber von den Partnern verlassen, wenn das Kind da ist. Psychisch krank und alleinerziehend…das ist sehr schwer.

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  25. malinsalltagsgedoens schreibt:

    Auch wenn dein Beitrag schon etwas her ist: Ich kann deinen Wunsch total verstehen, für mich war es auch immer mein größter Wunsch Mama zu werden obwohl die Umstände nicht zwangsläufig die besten waren. Mittlerweile habe ich zwei Kinder und mein Freund ist psychisch krank. Ich spreche also aus „der anderen Perspektive“. Ich denke, dass du das auf jeden Fall gut mit deinem Partner absprechen solltest. Ich weiß nicht was genau bei dir „das Problem“ ist, da ich noch nicht so ausführlich gelesen habe, deswegen kann und will ich auch gar nicht zu viel sagen. Aber ich weiß, dass ich als Partnerin eines depressiven Mannes und mit zwei kleinen Kindern sehr damit zu kämpfen habe und mich manchmal frage ob ich meinen Kindern eigentlich wirklich einen Gefallen damit tue zu bleiben. ABER du scheinst ja therapeutische Unterstützung zu haben und ich denke, dass macht einen wahnsinnigen Unterschied. Du hast ja schon enorme Fortschritte gemacht, wie du es schreibst, also wer sagt, dass es in ein par Jahren nicht absolut machbar ist? 🙂 und ich bin sowieso der festen Überzeugung, dass der Wille der Weg zum Ziel ist. Mich haben meine Kinder neben all den schwierigen Zeiten nur stärker gemacht und machen es bis heute. Also lange Rede, kurzer Sinn: du weißt am besten, wozu du fähig bist!!

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