Old but Gold

Heute möchte ich gerne einen meiner älteren Beiträge rebloggen, der mir sehr am Herzen liegt und gut zu meiner aktuellen Situation passt . 

Viel Spaß beim Lesen 😊

Ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt. 

Wir alle kennen Pippi Langstrumpf.Für viele von uns ist sie sogar eine Heldin unserer Kindheit. Aber warum? Weil sie zu hundert Prozent das gemacht hat, was sie wollte und sich ihre eigene Welt so zusammen gepuzzelt hat, dass sie für sie perfekt war.Klingt zunächst positiv, aber Psychologen nennen das Selbstbetrug, Selbsttäuschung und Schönfärberei. Wir Menschen sind Meister darin.Kein Geschöpf auf dieser Erde kann sich so gut selbst bescheißen, wie wir.Außer der Fuchs! Der kommt sehr nah an uns ran.Der Fuchs weiß ganz genau, dass Trauben süß sind.Hängen sie am Rebstock allerdings so hoch, dass sie für ihn nicht erreichbar sind, sind sie ab diesem Zeitpunkt sauer für ihn.Davon ist er fest überzeugt und hat keine Lust mehr auf Trauben.

Es ist erstaunlich wieviele Füchse unter uns Menschen sind.Selbstbetrug fängt da an, wenn nicht sein kann, was nicht sein darf.Die Arbeit überlastet mich?,, So ein Quatsch! Das ist jetzt eine stressige Phase und ich bin gesundheitlich sowieso etwas angeschlagen. Ich ruhe mich am Wochenende aus und dann ist gut.“

Meine Freunde sind unzuverlässig? ,, Nein sie sind nicht unzuverlässig. Sie haben momentan einfach viel um die Ohren.Wenn ich sie brauche, werden sie schon für mich da sein!“

Das sind nur zwei Beispiele, die auf eine große Anzahl von Menschen passen.

Wir sind Profis darin,uns Dinge schön zu reden und uns etwas vor zu machen.Diese Verhaltensmuster funktionieren von ganz alleine, bewusst und unbewusst.Sie halten uns zunächst am leben, weil viele von uns mit der Wahrheit nicht umgehen könnten und an ihr zerbrechen würden.

Wir suchen ständig die Schuld bei anderen für unsere Misere, ohne unser eigenes Verhalten zu reflektieren. Auch das ist Selbstbetrug.Denn würden wir genauer hinschauen,  müssten wir ziemlich schmerzlich feststellen, dass wir oft einen nicht unbedeutend hohen Eigenanteil an unseren Problemen haben.

Wir fahren also augenscheinlich besser damit, wenn wir uns fleißig etwas vormachen und uns die Welt so malen, wie sie uns gefällt.

Ich habe das auch so gehandhabt ,und zwar virtuos.Es gibt glaube ich wenige Leute, die die Realität so gut ausblenden können, wie ich.Ich hatte für alles meine Erklärungen, und die waren so plausibel, dass nicht nur mein Umfeld, sondern auch ich selbst sie geglaubt habe.Die Signale meines Körpers und meiner Psyche habe ich so gekonnt ignoriert, dass ich sie irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen habe.Alles lief super, alles war bestens. ..dachte ich! Selbstbetrug auf höchstem Level.

Und dann kam der Knall.Nach jahrelangem Selbstbeschiss ging nichtsmehr. Mein Körper und meine Seele haben aufgegeben. Ich war zu nichts mehr fähig und musste schmerzhaft spüren und einsehen, was ich mir all die Jahre durch die Selbstbetrügerei angetan habe.

Nach monatelanger Rehabilitation habe ich nun gelernt, was es bedeutet achtsam mit sich selbst zu sein.Dinge so wahrzunehmen, wie sie sind, egal wie schmerzhaft und frustrietend sie auch sein mögen. Auf die Signale meines Körpers zu hören und sie zu verstehen.Im Hier und Jetzt zu leben.

Vielleicht überlegt ihr euch mal, wo und wann ihr euch schon selbst betrogen habt.Das könnten sehr spannende „Aha-Momente“ sein.

Danke.

Eure Silvana

Stimme aus dem Off

Liebe Leser,

fast drei Wochen ist es her, dass ich das letzte Mal einen Beitrag veröffentlicht habe.

Ich fühle mich nicht gut dabei.

Es ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht schreiben wollte, doch ich konnte einfach nicht. Mir haben die Ideen gefehlt und ich war einfach nicht dazu in der Lage.

In den letzten Wochen irre ich so durch mein Leben und bin so weit entfernt von mir, wie schon lange nicht mehr. Es ist als würde ich einen steilen, rutschigen Berg hinaufsteigen und habe das falsche Schuhwerk an. Ich rutsche ständig aus und verletze mich dabei. Bei jedem Sturz bricht ein anderer Knochen von mir. Oft war ich kurz davor aufzugeben und den Berg wieder hinab zu steigen. Doch auch das Hinuntersteigen ist nicht so einfach, wie ich dachte. Meine Familie, meine Freunde, Kollegen und etwas tief in mir halten mich davon ab, zu kapitulieren.

Ich weiß nicht genau, wie und wann es anfing, dass allmählich alles aus den Fugen geriet, doch ich habe gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich habe vieles vernachlässigt, unter anderem das Schreiben.

Ich habe Enttäuschungen durch mein Verhalten quasi herauf beschworen und bin blind in viele Kreissägen gerannt.

Ich habe nicht auf mich aufgepasst und bin mit jedem Schritt ein Stück mehr vor mir davon gelaufen.

Ich schäme mich, dies so offen zu schreiben, denn in fast all meinen Texten habe ich eine Lösung oder zumindest einen Ansatz, wie ich mit meinen Problemen umgehen soll. Ich habe ein souveränes und taffes Bild von mir entstehen lassen und wahrscheinlich gibt es diese Persönlichkeitsanteile auch in mir.

Jedoch muss ich nun gestehen: Ich habe keine Ahnung, was ich tun soll! Ich weiß nicht, wie ich wieder zu mir finde. Ich weiß nicht, wie ich mit all den Enttäuschungen umgehen soll und ich weiß nicht, wie ich die Bilder in meinem Kopf vertreibe. Ich bin ratlos. Nein…Ich bin hilflos! Ich habe Angst!

Ich möchte einfach wieder eine Nacht durchschlafen. Ich möchte mich wieder spüren. Ich möchte wieder klar sehen.

Ich möchte zu mir selbst zurück.

Danke.

Eure Silvana

 

Optimist

ICH PASS AUF MICH AUF,

NEHME MICH ERNST.

NEHM NICHTS MEHR IN KAUF,

BIN MEIN EIGENER HERR.

ICH TUE NUR NOCH, WAS GUT FÜR MICH IST.

LEBE MEIN LEBEN,

BIN OPTIMIST!

© Von Innen Nach Aussen

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