Mein härtester Kritiker

,, Du bist undiszipliniert!“

,,Nie bringst du etwas zu Ende!“

,,Du bist nicht gut genug!“

,,Du bringst anderen nur Unglück!“

,,Was kannst du überhaupt?“

Dies sind nur einige Beispiele, die mir ständig begegnen. Wisst ihr, wer diese Dinge zu mir sagt?

Ich selbst.

Wieder und wieder gelingt es mir, mich zu degradieren, schlecht zu machen und mir weh zu tun. Ich bin zerfressen von Selbstzweifeln, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen. Ich bin übermäßig streng, hart und kritisch zu mir selbst.

Es ist sehr wichtig auch mal kritisch mit sich zu sein und sich und sein Verhalten kritisch zu reflektieren, allerdings geschieht dies bei mir nicht in einem gesunden Maße.

Ich gebe mir für vieles die Schuld und bin oft enttäuscht von mir.  Ich komme ins Grübeln und gerate in regelrechte Grübelspiralen, die mich nach unten ziehen. Meine Gedanken werden immer negativer, immer härter mir selbst gegenüber, immer schonungsloser, bis ich am Ende wie ein Häufchen Elend da stehe und mich selbst hasse. Perspektivlos in die Zukunft sehe und gelähmt in meinem eigens inszenierten Grübelgefängnis hocke.

Doch wie kann man diese Spiralen durchbrechen?

Ich habe auch noch kein Patentrezept dagegen entwickelt, jedoch weiß ich, dass man ihnen entkommen kann, indem man eine Realitätsüberprüfung unternimmt.

,,Wie ist meine Eigenwahrnehmung und was ist davon gerade objektiv real?  Sind meine negativen Gedanken gerade gerechtfertigt oder konstruiere ich mir in meinem Kopf mein eigenes Selbstzerstörungsszenario?  Bin ich wirklich so schlecht, oder gibt es auch positive Seiten an mir? Worauf kann ich stolz sein? Was habe ich schon alles geschafft? Trage ich wirklich für alles die Schuld, oder habe ich auf manche Dinge keinen Einfluss gehabt?“

Auf diese Art und Weise katapultiere ich mich hinaus aus den Negativspiralen zurück in die Realität und überprüfe den Wahrheitsgehalt meiner Gedanken. Oft merke ich dann, dass ich dazu neige, zu übertreiben, alles schwarz zu malen und zu hart mit mir ins Gericht zu gehen.

Ich steuere also bewusst mit anderen, positiveren und rationaleren Gedanken dagegen und befreie mich somit aus dieser absoluten Irrationalität.

Trotzdem frage ich mich, warum diese Gedanken immer wieder kommen. Warum ich die Selbstzweifel, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle nicht los werde. Ich denke mein mangelndes Selbstwertgefühl und die noch fehlende Selbstliebe sind ausschlaggebend dafür. Ich bin unsicher, ich bin nicht zufrieden mit mir und ich liebe mich nicht. Ich habe wenig Vertrauen in mich selbst und erlebe immer wieder Kontrollverluste, die mich mir gegenüber härter werden lassen. Ich verliere meine Stärken aus den Augen und fokussiere mich auf meine Schwächen und meine Fehler. Dazu kommt die Angst vor Ablehnung. Bevor mich jemand kritisiert, tue ich dies lieber selbst und zwar so hart und unverfroren, dass mich niemand mit seiner vermeintlichen Kritik mehr verletzen kann.

Ich weiß, dass dieses selbstzerstörerische Verhalten für schwerst traumatisierte Menschen, wie mich nahezu „normal“ ist, jedoch möchte ich es unbedingt ändern.

In vielen meiner Beiträge konntet ihr lesen, wie sehr ich daran arbeite, besser mit mir umzugehen, mein Verhalten zu reflektieren, gütiger zu mir zu sein, mir zu verzeihen und letztendlich auch versuche Selbstliebe zu entwickeln. Dazu gehören Abgrenzung, Selbstfürsorge, Achtsamkeit, emotionale Stabilität, Tagesstruktur und Ziele. Ich übe mich in allem und setze auch schon sehr viel davon um, allerdings ist der Weg noch sehr holprig und verlangt mir viel Kraft ab. Kleinste Unstimmigkeiten und Rückschritte reißen mich wieder hinein in meine Grübelspiralen. Aber ich mache weiter. Ich lasse mich nicht mehr hinunterziehen, ich will nicht wieder am Boden liegen. Ich habe bereits gelernt immer wieder aufzustehen, habe gelernt erste Schritte zu machen und bin grad dabei das Laufen zu lernen.

Selbstkritik ist wichtig für dauerhaftes Unglücklichsein. -von Unbekannt-

Danke.

Eure Silvana

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Wir sind EINS!

Ich habe wieder einmal das Internet durchforstet und zwar zu dem Thema „Herkunft“.

Dazu habe ich ein wunderschönes und ergreifendes Video gefunden.

Dass wir alle von etwas abstammen, wissen wir. Auch die „Out of Africa“ Theorie ist uns bekannt.

Wie sehr wir aber alle immer noch miteinander verbunden sind, wissen wir nicht.

Wer andere hasst, hasst sich selbst.

Wer andere liebt, liebt sich selbst.

Wer zu anderen gütig ist, ist gütig zu sich selbst.

Wer anderen Schaden zufügt, schadet sich selbst.

Dieses Video wird euch erstaunen, ergreifen und vielleicht zum Nachdenken anregen.

Wir gehören zusammen!

Wir sind Eins!

Lasst uns auch so handeln!

Danke.

Eure Silvana

 

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Ich wäre gerne…

Ich wäre gerne mutig und würde mich jeder Herausforderung stellen.

Ich wäre gerne stark und würde jedes Wagnis auf mich nehmen.

Ich wäre gerne wortgewandt und würde jede Argumentation für mich entscheiden.

Ich wäre gerne selbstbewusst und würde das tun, was ich will.

Ich wäre gerne unabhängig und würde meine Freiheit genießen.

Ich wäre gerne zuversichtlich und würde mir weniger Sorgen machen.

Ich wäre gerne ehrgeizig und würde für meine Ziele kämpfen.

Ich wäre gerne ungezwungen und würde jeden Spaß mitmachen.

Ich wäre gerne albern und würde über alles lachen.

Ich wäre gerne pflichtbewusst und würde tun, was zu erledigen ist.

Ich wäre gerne diszipliniert und würde mir kaum Ausrutscher erlauben.

Ich wäre gerne extrovertiert und würde mich mit wunderbaren Menschen umgeben.

Ich wäre gerne leidenschaftlich und würde jeden Moment mit Genuss erleben.

Ich wäre gerne zufrieden und würde mich des Lebens erfreuen .

Überlege ich dann, was ich gerne wäre und was ich schon bin, dann fällt mir auf, dass ich den richtigen Berg erklimm‘.

Ich bin fast da, wo ich immer sein wollte und freue mich auf die restlichen Meter.

Mal ist es rutschig, mal ist es steil, doch ich gebe nicht auf.

Ich bin wie ich bin, und das ist gut, ich mache einfach das Beste daraus.

Genießt das Hier und Jetzt, arbeitet an euch und das mit Vernunft,

sonst stellt ihr irgendwann mit Erschrecken fest,

dass eure Vergangenheit länger geworden ist, als eure Zukunft.

 

Danke.

Eure Silvana

 

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Der Warteort

traust du dich hinaus,
traust du dich hinein,
was könnte dein Verlust,
was dein Gewinn wohl sein?

und gehst du hinein
gehst du nach links oder rechts?
oder nach rechst und dreiviertel?
oder tust du doch … nichts?

und du rennst los
bist ganz bang
durch verschlungene Wege
gefährlich und lang
und schindest dich mühsam
durch Wildnis hinfort
an einen, ich fürchte völlig nutzlosen Ort

dem Warteort,
wo Menschen nur warten,

warten auf einen Zug der geht,
oder einen Bus der kommt,
oder ein Flugzeug das geht,
oder die Post die kommt,
oder den Regen der aufhört,
oder das Telefon das klingelt,
oder den Schnee der schneit,
oder sie warten auf ein Ja oder Nein,
auf Schmuck auf Kleider,
warten in Trance
auf Lockenperücken …

auf die zweite Chance.

-Dr. Seuss-

Eines meiner Lieblingsgedichte, das wunderbar darstellt, dass uns das ewige Warten nicht weiterbringt. Wir müssen aktiv werden, wenn wir etwas ändern wollen!

Danke.

Eure Silvana

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Zwangspause

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich ein kurzes Update für euch.

Ich liege mit einer eitrigen Halsentzündung, Fieber und allem was dazu gehört flach und bin leider nicht in der Lage, neue Texte zu schreiben. Bitte nehmt mir das nicht übel.

Ich überlege eventuell wieder ältere Texte von mir zu rebloggen, wie ich es schon letzte Woche getan habe oder in den nächsten Tagen Zitate und Gedichte zu posten, die mir am Herzen liegen.

Ich weiß es noch nicht genau.

Erst einmal hoffe ich, dass das Antibiotikum, das ich einnehmen muss, schnell wirkt und die Schmerzen besser werden.

Irgendwie war es klar, dass ich krank werde, wenn wir so schönes Wetter haben. Ich bin einfach ein Glückspilz.

Jetzt ist es nun einmal wie es ist. Ich kann es leider nicht ändern, auch wenn ich wollte.

Ihr werdet von mir hören, sobald es mir besser geht, versprochen!!

Genießt das tolle Wetter und tankt ordentlich Energie!!

Danke.

Eure Silvana

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Die Macht der Liebe

Ich habe bis heute ganz bewusst nicht über das Thema „Liebe“ geschrieben. Mir fielen einfach nie die richtigen Worte ein, um zu beschreiben, was Liebe für mich und mein Leben bedeutet. Sie ist für mich der Hauptpfeiler eines glücklichen und ausgefüllten Daseins. Was wären wir ohne Liebe?

Auch jetzt finde ich nicht die passenden Worte und werde daher ein Gedicht posten, das ziemlich genau auf den Punkt bringt, was Liebe für mich heißt. Schöner könnte ich es nicht sagen.

DIE  MACHT  DER  LIEBE
Freundlichkeit ohne LIEBE macht heuchlerisch

Verantwortung ohne LIEBE macht rücksichtslos

Erziehung ohne LIEBE macht widerspruchsvoll

Wissen ohne LIEBE macht rechthaberisch

Pflicht ohne LIEBE macht verdrießlich

Gerechtigkeit ohne LIEBE macht hart

Ehre ohne LIEBE macht hochmütig

Besitz ohne LIEBE macht geizig

Ordnung ohne LIEBE macht kleinlich

Wahrheit ohne LIEBE macht kritisch

Klugheit ohne LIEBE macht gerissen

Macht ohne LIEBE macht gewalttätig

Glaube ohne LIEBE macht fanatisch

So lass die LIEBE in Dein Leben – sie verwandelt es.
Denn Leben ohne LIEBE ist sinnlos –
Leben in LIEBE aber göttlich.

 

Liebe ist überall.

Wir müssen nur unser Herz öffnen und sie gewähren lassen.

Ich sende euch Liebe.

Danke.

Eure Silvana

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Resumee: Kurzurlaub oder Mutprobe?

Liebe Leser,

wie versprochen berichte ich euch heute, wie der Ausflug in den Europapark verlaufen ist.

Mittwoch um 8 Uhr morgens war es soweit. Die fünf- stündige Fahrt begann. Natürlich war ich total aufgeregt, sodass ich beschloss, mich hinter das Steuer zu setzen, um mich von meiner Aufregung abzulenken. Beim Fahren war ich also so konzentriert, dass kein Platz für Angst oder sonstige negative Gefühle war. Nach drei Stunden hielten wir an, um etwas zu essen. Danach fuhr mein bester Freund weiter. Tatsächlich hatte ich dann auch prompt eine Panikattacke, die ich aber mit der 4 x 4 Atmung gut in den Griff bekam. Für alle, die diese Atemübung nicht kennen :

4 Sekunden einatmen- 4 Sekunden den Atem anhalten- 4 Sekunden ausatmen- 4 Sekunden den Atem anhalten. Dieses Atemmuster mehrere Minuten wiederholen.

Diese Atemübung ist wirklich super und sehr effektiv. Die Panikattacke zu überstehen, war also mein erster Erfolg.

Nach fünf Stunden Fahrt kamen wir also in Rust an. Ich habe die Fahrt mit nur einer kleinen Panikattacke wunderbar gemeistert und war wahnsinnig stolz.

Im Hotel eingecheckt, machten wir uns direkt auf den Weg zum Europapark. Erstes Ziel war die Silverstar Achterbahn. Hier hieß es für mich Schlangestehen. Solange wir draußen anstehen mussten war auch alles gut, allerdings wurde es brenzlig, als wir in die geschlossenen Räumlichkeiten kamen. Auch hier habe ich mich mit der 4 x 4 Atmung beruhigt und mir immer vor Augen geführt, dass ich die Schlange jederzeit verlassen kann.

Wir wurden mit einer grandiosen Achterbahnfahrt belohnt, an die kein anderes Fahrgeschäft mehr heran kam. Die Silverstar war einfach atemberaubend, im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Warten an den anderen Fahrgeschäften, das mindestens überall 75 Minuten betrug, hat erstaunlicherweise wunderbar funktioniert. Keine Angst, keine Aufregung, kein mulmiges Gefühl.

Auch am zweiten Tag verlief der Parkbesuch ohne weitere Vorkommnisse. Wir hatten einfach eine wunderschöne Zeit. Viel Action, viel Adrenalin und eine riesen Portion Spaß. Ich habe mich so frei und unbeschwert gefühlt, wie schon lange nicht mehr.

Gestern stand dann die Rückfahrt an, die insgesamt 7 Stunden gedauert hat, da wir noch einen Abstecher in Koblenz machen mussten. Und siehe da: keine Angst, keine Panik. Nichts!

Ich war total entspannt und bin insgesamt 5 Stunden selbst gefahren.

Es ist wirklich kaum zu glauben. Vor nicht all zu langer Zeit, wäre solch ein Ausflug undenkbar für mich gewesen. Wenn ich bedenke, dass ich mich noch nicht einmal getraut habe, kurze Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, oder einstündige Fahrten mit dem Auto, oder Aufenthalte in geschlossenen Räumen, kann ich es nicht fassen, 7 Stunden mit dem Auto unterwegs gewesen zu sein, und im Park für jeweils mehr als 75 Minuten an mehreren Fahrgeschäften in der Warteschlange gestanden zu haben.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit und freue mich so sehr. Ich befreie mich langsam aber sicher aus den Fängen der Angst und fühle mich stark, unabhängig und frei. Ich vertraue meinem Körper, denn er hat mich nicht im Stich gelassen. Ich hatte die Situationen und meinen Körper unter Kontrolle und habe mich auch sicher gefühlt, als ich ein Stück Kontrolle abgeben musste. Ich habe mir selbst vertraut und wurde nicht enttäuscht. Dieser Kurzurlaub war ein einschneidendes Erfolgserlebnis, das ich mir in jeder zukünftigen Angstsituation vor Augen führen werde. Ich habe es geschafft und ich werde noch ganz andere Dinge schaffen, da bin ich mir sicher.

Nun stellt sich also die Frage: Kurzurlaub oder Mutprobe?

Ich hatte Spaß, ich habe mich überwiegend wohl gefühlt, ich hatte kaum Angst, ich habe mich erholt und wünschte ich könnte diesen Ausflug schnellstmöglich wiederholen.

Also ganz klar : Kurzurlaub!!:-)

Danke.

Eure Silvana

 

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Old but Gold- No. 4

Die Grenzen der Freundschaft

Freundschaft ist für mich eines der drei wichtigsten Dinge im Leben, neben Liebe und Freiheit. Ohne wahre Freunde könnte ich mir ein Leben nicht vorstellen. Freundschaft basiert auf gegenseitiger Sympathie, Vertrauen, Wertschätzung und Ehrlichkeit. Gerade im letzten Jahr hat sich für mich ganz klar rauskristallisiert, wer wirklich meine wahren Freunde sind. Ich verrate euch gerne warum: das letzte Jahr war ich sehr sehr krank und am absoluten Tiefpunkt meines Lebens. Viele meiner sogenannten ‚Freunde‘ haben sich damals von mir abgewendet,  weil ich plötzlich nicht mehr die lustige, lebensfrohe Silvana war, die sie kannten. Die wahren Freunde, die in dieser Zeit zu mir gehalten haben und in jeder Sekunde für mich da waren,  kann ich heute an einer Hand abzählen. So schlimm dieses Jahr auch war, es hat mir geholfen zu erkennen,  dass nicht jeder die Bezeichnung ‚Freund‘ verdient hat.Ich habe so oft darüber gelesen, dass du erst dann merkst, wer deine Freunde sind, wenn du am Boden liegst. Ich habe es am eigenen Leib erfahren und bin froh darüber, auch wenn es wehtat.

Wahre Freundschaft kann so vieles überstehen,  aber sie hat auch Grenzen. Meine persönliche Grenze ist erreicht, wenn ich gefährdet bin durch das Verhalten des anderen oder anders gesagt, wenn diese Person in Kauf nimmt mir zu schaden, für ihren eigenen Vorteil.

Natürlich war das für mich nicht immer so klar wie heute. Ich musste dies auch auf schmerzliche Art und Weise erfahren. Es ist ein so unfassbar trauriger Moment, wenn du erkennen musst, dass die Person, die du so sehr magst, dich in ernsthafte Gefahr bringt oder dir schadet. Einsehen zu müssen, dass diese Person doch kein Freund sein kann, wenn sie so handelt, ist schrecklich. Hier beginnen die Themen ‚Abgrenzung‘ und ‚Selbstschutz‘. Niemand ist es wert, dass wir uns selbst schaden.Niemand! Wir müssen auf uns aufpassen und uns schützen. Einen GESUNDEN Egoismus entwickeln.  Das nennt man auch Selbstfürsorge. Wir können die anderen nicht retten, jeder kann nur sich selbst retten. Es ist leider so, auch wenn ich wünschte es wäre anders.

Dieser ganze Entwicklungsprozess hat mich viele Tränen und Nerven gekostet und ich werde sicherlich noch einige Male in meinem Leben auf die Schnauze damit fallen, denn ich habe keinen Röntgenblick.Auch ich kann den Leuten nur vor den Kopf gucken.Aber ich bin vorsichtiger geworden.Ich wähle von nun an meine Freunde mit Bedacht. Ich arbeite nach wie vor daran mein Gespür dafür zu verbessern, wer mir wirklich gut tut.

Ich habe das Glück Freunde zu haben.Nicht viele, aber dafür echte!

Passt auf euch auf, hört auf euer Herz! Freunde sind die Familie,  die man sich aussuchen kann.

Danke.

Eure Silvana

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Old but Gold-No. 3

Neuanfang

Es gibt nicht viele Dinge, die uns gleichzeitig so viel Hoffnung, aber auch Angst bereiten, wie das Thema Neuanfang.

In unserer Unzufriedenheit entscheiden wir uns oft innerlich für einen Neuanfang, für eine Revolution unseres bisherigen Lebens. Das Studium sagt mir nicht mehr zu- soll ich es abbrechen und eine Ausbildung anfangen? Die Beziehung dümpelt nur vor sich her-Paartherapie oder Schluss machen? Ich fühle mich in meiner Stadt nicht mehr wohl-umziehen und mir woanders etwas neues aufbauen? Dieses Kopfkino kennen wir doch alle, aber warum fällt es uns so schwer die offensichtlichen Schritte zu gehen?

Für einen Neuanfang müssten wir uns aus unserer Komfortzone herausbewegen und das macht uns Angst. Angst davor, dass es nicht klappt und dann alles, was wir vorher hatten verloren haben und mit leeren Händen da stehen.Angst vor dem Neuen,  dem Ungewohnten. Wir bleiben also lieber in unserer Komfortzone und freunden uns mit den ernüchternden, unbefriedigenden Umständen an, als uns aus ihr herauszubewegen.Denn das ist etwas, was wir kennen und was uns Sicherheit gibt.Oft spielt auch folgender Gedanke mit:es ist wie bei Aktien, die wir gekauft haben, die am Anfang gut liefen und nun total abgerauscht sind.Statt uns neue zu kaufen, warten wir lieber ab und hoffen, dass sie wieder steigen werden.Denn wenn wir jetzt einfach etwas Neues wagen würden, war die ganze Arbeit vorher umsonst und man müsste sich eingestehen, dass doch nicht alles so geklappt hat, wie man es wollte.Und man weiß ja sowieso gar nicht, ob etwas Neues überhaupt besser ist. Dieses Denkmuster dürfte jeder von uns kennen.

Aber manchmal geht es uns auch so wie dem Kind im Supermarkt vor dem Süßigkeitenregal:es steht dort mit seinem Euro und weiß nicht, was es sich holen soll.Entscheidet es sich für die Apfelringe, heißt das, dass es sich automatisch gegen all die anderen Süßigkeiten entschieden hat. Deshalb fällt uns eine Entscheidung so schwer.Die Menge an Möglichkeiten,  die wir haben, ist oft so riesig, dass wir gar nicht richtig wissen, wofür wir uns überhaupt entscheiden sollen und das wofür wir uns dann vielleicht doch entscheiden,  wird immer weniger sein, als das, wofür wir und nicht entschieden haben.

Ein Neuanfang braucht Liebe und Leid. Ausreichend Liebe für das, was         wir mit einem Neuanfang erreichen möchten und genug Leid wegen unserer jetzigen Situation. Obendrauf noch eine gehörige Portion Mut und Zuversicht.

Der ganze Prozess des neu Anfangens passiert allerdings zu aller erst in uns selbst. Ich bezeichne dies gerne als innerliche Transformation. Denkmuster werden neu konfiguriert, wir ordnen uns neu und werden uns unserer Gefühle und Bedürfnisse bewusst. Wenn wir diesen Schritt geschafft haben, kommt das Bedürfnis und die Notwendigkeit einer äußeren Neuordnung, also dem eigentlichen Neuanfang,  von ganz allein.

Wenn ihr euer Leben ändern wollt, dann tut es ,und zwar zuerst in euch selbst!

Wenn ich mich ändere, ändert sich die Welt.


Danke.

Eure Silvana

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Old but Gold – No.2

Abschiedsbrief

Liebe Angst,

du warst bis jetzt mein treuester Begleiter. Seit meinem 4.Lebensjahr versuchst du mich vor jeglichen Situationen zu schützen. Es ist gut und wichtig, dass du da warst, denn ich habe unter anderem durch dich meine Traumata überlebt. Wir haben zusammen eine  Festung aufgebaut, die keiner zum einstürzen bringen konnte.

Jetzt bin ich 25 und brauche dich nicht mehr. Ich traue mich langsam unsere Festung zu verlassen, denn ich kann nun selbst einschätzen, welche Situationen bedrohlich für mich sind und welche nicht.Ich bin kein Opfer mehr, sondern Überlebende!Ich weiß, wie man kämpft!

Ich will mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, lange Autofahrten machen und mich in geschlossenen Räumen aufhalten, ohne dass du mir im Nacken sitzt und ohne die Panikattacken, die du in mir auslöst. Ich möchte endlich morgens aufwachen, und nicht dich als erstes sehen! Ich kenne kein Leben ohne dich!

Wir müssen ohne einander auskommen! Ich weiß, dass ein Leben ganz ohne dich nicht möglich ist, aber wir müssen ein gesundes Maß zusammen finden. Du schränkst mich ein.Du bist so präsent und mächtig, dass ich mein Leben um dich herum aufgebaut habe.Ich habe kaum noch Lebensqualität. Es geht so weit, dass ich schon Angst vor dir habe , bevor du überhaupt da bist.

Ich will das so nichtmehr! Jetzt ist Schluss! Ich werde dir nichtmehr uneingeschränkte Macht über mich und mein Leben geben! Ab jetzt kämpfe ich! Also zieh dich warm an, es wäre nicht das erste Mal, dass ich gewinne!

Silvana

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